Wenn du glaubst, dass Meditation einfach bedeutet, deinen Geist zu leeren, denk noch einmal darüber nach. Lass uns einige der weitverbreitetsten Mythen über Meditation entlarven!
Möchtest du meditieren, bist dir aber nicht sicher, ob du dazu in der Lage bist? Hast du Angst, dass du zu unruhig oder zerstreut bist oder einfach nicht der Typ für diese „schwebende“ Art bist? Glaubst du, dass du ausgeglichener, versierter oder mit dir selbst versoncener sein musst, bevor du eine halbe Stunde lang perfekt im Lotussitz sitzen kannst?
Es ist Zeit, einige Mythen über Meditation zu entlarven!
Mythos 1. Du kannst nur meditieren, wenn du ruhig bist
Du musst dich nicht ruhig fühlen, um zu meditieren. Du musst dich nur hinsetzen und beobachten, was immer gerade da ist.
Vielleicht fühlst du dich furchtbar unruhig. Vielleicht fühlst du dich angespannt. Vielleicht hast du das Bedürfnis, etwas kaputtzumachen. Oder vielleicht fühlst du dich glücklich und voller Tatendrang. Alles ist perfekt!
Bei der Meditation geht es darum, zu lernen, mit all diesem aufgewühlten Zeug zu leben, anstatt es zu vermeiden oder zu beseitigen.
Mythos 2. Beim Meditieren geht es darum, keine Gedanken zu haben
Keine Gedanken zu haben, ist ein Mythos. Du kannst dein Denken nicht kontrollieren … (versuche es einen Moment lang).
Aber du kannst lernen, dich nicht so sehr in deine Gedanken hineinzusteigern. Indem du dich auf die Erfahrung dieses Augenblicks konzentrierst, hörst du einfach auf, deine Gedanken zu füttern: Du kannst dich nicht gleichzeitig auf beides konzentrieren … Je mehr du das übst, desto leichter wird es, deine Gedanken einfach in Ruhe zu lassen.
Mythos 3. Bei der Meditation geht es darum, deine Emotionen zu kontrollieren
Bei der Meditation geht es darum, deine Emotionen kennenzulernen, nicht darum, sie zu kontrollieren.
Kontrolle ist Angst: die Angst vor deiner eigenen Tiefe, vor deinen tiefen Gefühlen.
Bei der wahren Meditation öffnest du dich dem, wie die Dinge sind, nicht dem, wie du sie haben möchtest! Deshalb ist jede Emotion mehr als willkommen, an die Oberfläche zu kommen.
Bei der wahren Meditation öffnest du dich dem, wie die Dinge sind, nicht dem, wie du sie haben möchtest!
Mythos 4. Du musst mit gekreuzten Beinen sitzen, um richtig zu meditieren
Das stimmt nicht. Der Lotussitz oder das Sitzen mit gekreuzten Beinen ist für die Meditation nicht erforderlich, es sei denn, du glaubst an die „reinen“, traditionellen Praktiken. Für mich geht es bei der Meditation weniger um die Form, sondern um Achtsamkeit.
Du kannst genauso effektiv auf einem Stuhl meditieren, wenn das für dich funktioniert.
Mythos 5. Meditation ist schwierig
Sie ist nur schwierig, wenn du die falschen Erwartungen hast. Zum Beispiel, dass du eine tiefe innere Stille oder eine spirituelle Offenbarung erleben musst. Lass das los. Bei der Meditation geht es wirklich darum, zu lernen, deine unordentliche, menschliche Natur anzunehmen … es geht darum, dich selbst kennenzulernen. Du musst dich nicht verändern, um herauszufinden, wer du bist!
Lerne zu meditieren …
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Programm „Meditation für Anfänger“. In dieser Kursreihe wird Esther Teule dich sanft in eine grundlegende Meditationspraxis einführen.
Text:
Esther TeuleQuelle: E
khartyoga.com. Bild:
leninscape/Pixabay